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Resilienz – das Geheimnis langfristigen Erfolgs!

(c) pixelio, Stephanie Hofschläger

Immer häufiger geistert das Wort „Resilienz“ durch diverse Social-Media-Plattformen, Print-Magazinen und man findet es auch öfter auf diversen psychologischen Ratgeber-Web-Seiten. Doch was es damit auf sich hat, was Resilienz bedeutet, wissen oft die Wenigsten. Das Wort Resilienz stammt vom lateinischen „resilare“ ab und bedeutet wörtlich so viel wie „zurückspringen, abprallen“. Resilienz steht für eine mentale Einstellung, die als „Stehaufmännchen-Mentalität“ bezeichnet werden kann. Diese Mentalität verkörpern Menschen, die niemals ihre Zuversicht verlieren und selbst nach belastenden Schicksalsschlägen, schweren Verletzungen oder Niederlagen wieder aufstehen. Bei Sportlern wird in Social-Media-posts gerne der hashtag #comebackstronger als Symbol für deren Resilienz verwendet. Nichts weiter als ein weiterer Ausdruck dafür, dass man sich nicht unterkriegen lässt und sich mit vermeintlichen Niederlagen konstruktiv auseinander setzt. Diese Menschen sehen in einem Rückschlag oftmals eine Chance, sie ziehen die richtigen Lehren daraus und kehren gestärkt und gereift zurück. Resilienz ist mittlerweile auch wissenschaftlich, seit Anfang der 70er Jahre,  gut erforscht und hat nichts mit vererbten Komponenten zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um etwas, dass man lernen kann und manchmal sogar muss. Grundsätzlich ist die psychische Widerstandskraft, wie sie auch genannt wird, in jedem von uns angelegt. Gebildet wird sie aber erst, wenn schwierige Lebensumstände uns dazu herausfordern, diese zu bewältigen. Es verhält sich ähnlich wie mit der physiologischen Muskelkraft, Wachstum entsteht erst durch den Widerstand. Dabei gibt es für die Herausbildung der psychischen Widerstandskraft, genauso wie beim körperlichen Training, gewisse Prinzipien, die uns dabei unterstützen diese zu fördern.

Die 5 Säulen der Resilienz

1.Optimismus

Gerade in schwierigen Zeiten ist es ratsam stets den Fokus auf Positives zu legen. Es ist eine Stärke in Zeiten, wo nicht alles nach Plan läuft, trotzdem optimistisch zu bleiben und anzuerkennen, dass eine negative Situation nicht dauerhaft so bleiben wird und wieder andere Zeiten kommen werden. Gerade Führungskräfte, die auch eine wichtige Vorbildfunktion erfüllen, sollten Optimismus verinnerlicht haben. Nur so kann man sein Team über eine Talfahrt hinweg in das nächste Hoch führen und die Motivation dadurch aufrecht erhalten. Letztendlich entscheidet der Grad des Optimismus darüber wie schnell man ein Tief überwindet und stellt gleichzeitig eine enorme Kraftquelle dar.

2. Akzeptanz

Rückschläge gehören zum Leben dazu und lassen sich nicht immer verhindern. Es geht darum, wie man mit solchen Rückschlägen umgeht. Wenn wir Krisen oder negative Lebensumständen akzeptieren, erkennen wir diese voll und ganz an. Dadurch wird keine Zeit und Energie damit verschwendet noch etwas gerade biegen zu wollen, etwas zu beschönigen oder Ausreden für etwas zu suchen. Wir können gleich damit beginnen nach einer Lösung für das Problem zu suchen. 

3. Lösungsorientierung

Das Zusammenspiel von Optimismus und Akzeptanz macht es erst möglich den Fokus auf die Lösung eines Problems zu richten. Optimistische Menschen sprechen erst gar nicht von einem Problem, sondern eher von einer Herausforderung oder einer Aufgabe. Wie wir wissen gibt es zu jedem Aufgabenheft das dazu passende Lösungsheft. Dieser Ansatz spiegelt bereits, die dahinter liegende Einstellung wider. Für jedes Problem gibt es eine Lösung! Wenn ein Problem auftritt ist es sehr hilfreich alle Daten und Fakten zum Problem schriftlich festzuhalten. Das animiert unser Gehirn dazu nach einer Lösung zu suchen, d.h. dadurch betrachten wir ein Problem aus der sogenannten Metaebene und unser Unterbewusstsein arbeitet daran eine Lösung zu finden. Das wäre ein absolut normaler psychologischer Vorgang. Genial – einfach!

4. NoGo – Opferrolle

Die Opferrolle einzunehmen erscheint vielen Menschen als sehr einfaches Problem-Lösungs-Tool. Nichts leichter als jemanden anderen für eine negative Situation oder einen misslichen Umstand verantwortlich zu machen. Der Chef ist schuld, die Arbeitskollegen sind schuld, der Partner ist schuld, die Nachbarin ist schuld, die beste Freundin oder sogar die eigenen Kinder. Hauptsache man selbst ist aus dem Schneider. Nur hat diese Medaille auch zwei Seiten. Dies hat gewisse Vorteile. Wenn jemand anderer Schuld ist, dann brauche ich mich ja nicht um eine Lösung zu bemühen. Gleichzeitig brauche ich nichts an meinem Verhalten ändern und kann somit weiterhin in meiner Komfortzone bleiben, in der alles heimelig und vertraut ist. Das ist auch unserem Gehirn am liebsten. Nur nichts verändern – alles so lassen wie es schon immer war. Wenn wir die Opferrolle genau betrachten erkennen wir, dass es sich hier eigentlich um die  „Täterrolle“ handelt. Wir projizieren eigenes Fehlverhalten auf andere, geben die Verantwortung ab und belasten damit unser Umfeld. Wir kosten unserem gesamten Umfeld, egal in welchem Lebensbereich (Arbeit, Familie, Freundeskreis, etc.) Energie. Andere Leute müssen aufgrund unserer Opferrolle Mehraufwand betreiben, mehr Einsatz leisten.  Unser Unvermögen, die Verantwortung für etwas zu übernehmen, müssen andere dann kompensieren. Wenn du deine Resilienz grundlegend stärken willst dann steige aus der Opferrolle aus und übernimm die Verantwortung für dein Handeln und Tun! BEACHTE: Wir tragen für alles was wir tun die Verantwortung – aber auch für alles was wir nicht tun!

5. Selbstverantwortlich handeln

Der Ausstieg aus der Opferrolle führt unmittelbar dazu, selbstverantwortlich zu handeln. Ich mache keinen Aussenstehenden für meine Lebensumstände verantwortlich, sondern fange bei mir selbst an. Jeder kennt die Aussage: „kehre erst einmal vor der eigenen Tür!“

Fragen zur Selbstreflexion helfen uns ebenfalls, die Selbstverantwortung zu erhöhen. Dadurch erhalten wir Erkenntnisse, die für ein besseres Ergebnis in der Zukunft sorgen werden.

Wo ist mein Part an dieser Situation?

Wie steht mein Verhalten, mit dieser Situation in Verbindung?

Was muss ich ab sofort ändern, um diese Situation in Zukunft zu verhindern, zu verändern oder zu verbessern?

Selbstverantwortliches Handeln führt zu mehr Resilienz, weil man den Ausgang von Situationen und Ereignissen selbst in die Hand nimmt. Selbstverantwortung führt nachweislich zu mehr Selbstbewusstsein und man fühlt sich glücklicher. Und das wiederum führt zu mehr Erfolg.